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Alpenpässe-Status: Welche Pässe sind aktuell offen? | Motorradtour

Alpenpässe-Status: Welche Pässe sind aktuell offen? | Motorradtour

Alpenpässe-Status: Welche Pässe offen sind, welche erst spät öffnen, welche ganzjährig befahrbar sind – plus Tipps zur Tourenplanung für Motorradfahrer.

Kurz gesagt: Mitte Juni sind die meisten Alpenpässe wieder für Motorräder geöffnet. Einige der höchsten Übergänge und einzelne Schotterpässe starten jedoch später in die Saison oder können durch Schnee, Schmelzwasser und Geröll noch eingeschränkt sein. Wer eine Tour plant, sollte den Status deshalb tagesaktuell prüfen. Hier kommt der Überblick.

Im Juni beginnt die Alpensaison so richtig. Die Tage sind lang, die Temperaturen angenehm und die legendären Kurven locken. Doch „Sommer im Tal“ bedeutet nicht automatisch freie Fahrt auf den Passhöhen. Oberhalb von 2.000 Metern liegt oft noch Schnee, und einige Übergänge öffnen traditionell erst spät. Damit deine Tour nicht vor einer geschlossenen Schranke endet, findest du hier den aktuellen Überblick.

Wann öffnen die Alpenpässe?

Wintersperren werden je nach Höhe und Wetterlage meist zwischen Ende Mai und Mitte Juni aufgehoben. Gängige Touren-Klassiker wie die Großglockner Hochalpenstraße, die Nockalmstraße oder der Kleine St. Bernhard sind ab dem Frühsommer in aller Regel befahrbar. Aber: Die Öffnungstermine hängen stark von den Bedingungen des Winters ab. Nach schneereichen Monaten können sich die Freigaben der höchsten Pässe deutlich verzögern. Einige Übergänge öffnen zudem später, weil sie höher liegen oder besonders aufwendig geräumt werden müssen. Die genaue Reihenfolge der Öffnungen variiert von Jahr zu Jahr und feste Termine gibt es nicht.

Diese Pässe öffnen erst spät – die Termine 2026

Ein paar Übergänge sind notorisch die letzten der Saison. Wer früh im Juni unterwegs ist, sollte hier besonders genau hinschauen:
  • Großer St. Bernhard (CH/IT, 2.469 m): Wintersperre 2026 bis um den 22. Juni.
  • Susten (CH, 2.224 m): Öffnung Mitte Juni (2026: ab 12. Juni), Urnerseite zunächst nur bis Chli Sustli.
  • Timmelsjoch (AT/IT, 2.474 m): klassisches "Schlusslicht", Schranken fallen oft erst Anfang bis Mitte Juni.
  • Gaviapass (IT, 2.652 m): bei Motorradfahrern beliebt, öffnet erfahrungsgemäß sehr spät.
  • Furka, Grimsel, Nufenen (CH): gehören regelmäßig zu den letzten, die im Frühling wieder freigegeben werden.
  • Stilfser Joch (IT, 2.757 m): einer der höchsten asphaltierten Pässe – entsprechend spät schneefrei.
    Dazu kommen Schotterpässe, die eigene Regeln haben. Die Assietta-Kammstraße etwa ist regulär bis 30. Juni gesperrt, und hohe Strecken wie der Colle Sommeiller können bis in den Sommer Schnee auf der Fahrbahn und kleine Erdrutsche haben.

Diese Pässe sind fast immer offen

Wenn die Hochpässe noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht sind, sind diese Übergänge die verlässliche Alternative – meist ganzjährig befahrbar (mit Unterbrechungen bei Schneefall).
  • Schweiz: Bernina, Brünig, Julier, Lukmanier, Maloja, Ofen, Simplon, Ibergeregg, Forclaz, Sattel
  • Italien/Südtirol: Brennerpass, Reschenpass, Grödnerjoch
  • Frankreich: Route Napoleon (die Winterroute der Französischen Alpen)
    Damit lässt sich auch früh in der Saison eine schöne Tour zusammenstellen, ohne auf gut Glück zur Schranke zu fahren.

Wo prüfe ich den aktuellen Passzustand?

Der Pässe-Status ändert sich täglich – manchmal stündlich, wenn Wetter oder Baustellen reinspielen. Diese Quellen sind etabliert und werden laufend aktualisiert:
  • alpenrouten.de / ALPENTOURER – Verkehrslage zu rund 300 Pässen und Tunneln, mit Live-Kommentaren von Fahrern.
  • paesse.info – Straßenzustand und Wintersperren für Alpen, Voralpen, Jura, Vogesen, Schwarzwald, Südtirol und Dolomiten.
  • TCS / alpen-paesse.ch – sehr aktuell für die Schweizer Pässe inkl. Gewichts- und Wochenend-Einschränkungen.
  • ADAC Alpenstraßenbericht – guter Gesamtüberblick für DE/AT/CH/IT/FR.
    Profi-Tipp: Überregionale Portale eignen sich hervorragend für die Planung, sind aber nicht immer in Echtzeit aktualisiert. Die aktuellsten Informationen findest du meist auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Straßenbetreiber oder Regionen. Im Zweifel solltest du zwei Quellen vergleichen.

Worauf du im Juni sonst noch achten solltest

Autofreie Tage. Über die Saison verteilt werden einzelne Passstraßen zeitweise für Rad-Events oder Sportveranstaltungen gesperrt – etwa rund um den Gavia oder das Stilfser Joch. Eine geplante Tour kann dann schnell ins Leere laufen. Deshalb lohnt sich vorab ein kurzer Blick in den Veranstaltungskalender.
Wochenend-Sperren für Motorräder. Einzelne Strecken sind an Samstagen und Sonntagen für Motorräder gesperrt. Der Pragelpass in der Schweiz ist ein bekanntes Beispiel. Steht so etwas auf deiner Route, lohnt der Blick ins Kleingedruckte.
Schnee oben, Sonne unten. Selbst an offenen Hochpässen kann es auf 2.500 m empfindlich kalt und nass sein. Warme Schicht und Regenkombi gehören im Juni ins Gepäck – auch wenn das Tal nach T-Shirt aussieht.
Vignette nicht vergessen. In Österreich und der Schweiz fallen Mautgebühren an. Für Reisende gibt es günstigere Kurz-Vignetten (z. B. 10-Tages- oder 2-Monats-Varianten).

Schnell startklar: deine Tour planen

Wenn du weißt, welche Regionen offen sind, ist der nächste Schritt eine Route, die genau die schönen Kurven mitnimmt. Mit calimoto planst du in Minuten eine kurvige Tour durch die bereits geöffneten Gebiete – inklusive Offlinekarten für die Funklöcher in den Bergen.

FAQ — Alpenpässe im Juni

Welcher Alpenpass öffnet als letzter? Erfahrungsgemäß zählen Timmelsjoch (AT/IT), Gaviapass und Stilfser Joch (IT) sowie Furka, Grimsel und Großer St. Bernhard (CH) zu den letzten, die wieder freigegeben werden – meist Anfang bis Mitte Juni, in schneereichen Jahren später.
Kann ein bereits geöffneter Pass wieder gesperrt werden? Ja. Auch nach der Öffnung kann ein Pass nach starkem Schneefall oder bei Erdrutschen kurzfristig wieder gesperrt werden. Deshalb vor der Tour den tagesaktuellen Status prüfen.
Welche Pässe sind ganzjährig offen? In der Schweiz u. a. Bernina, Julier, Lukmanier, Maloja, Simplon und Brünig; in Italien Brenner-, Reschenpass und Grödnerjoch. In Frankreich ist die Route Napoleon ganzjährig befahrbar. Bei Schneefall sind sie trotzdem kurzfristig sperrbar.
Brauche ich im Juni noch Winterausrüstung? In der Regel nicht. Aber auf den hohen, ganzjährig offenen Pässen kann je nach Wetter und Beschilderung kurzfristig eine Winterreifen- oder Schneekettenpflicht greifen. Warme Kleidung gehört im Juni in den Alpen immer ins Gepäck.
Sind Schotterpässe im Juni schon befahrbar? Oft noch nicht vollständig. Höher gelegene Schotterstrecken haben bis in den Sommer Schneefelder, Wasser und loses Geröll. Manche, wie die Assietta-Kammstraße, sind sogar regulär bis Ende Juni gesperrt.

Hinweis: Der Pässe-Status ist wetterabhängig und ändert sich laufend. Die genannten Öffnungstermine sind Erfahrungs- und Saisonwerte (Stand Juni 2026). Prüfe unbedingt vor jeder Tour die tagesaktuelle Verkehrslage bei den offiziellen Quellen.

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