
Draußen ist’s grau, nass und salzig – aber deine Saison muss nicht auf Standby gehen. Im Januar und Februar verlagert sich Motorradfahren einfach Richtung Sonne. Und das hat sogar Vorteile: leere Straßen, angenehme Temperaturen und Nebensaison-Preise. Wenn du also Winterflucht planst, sind das hier die besten Ziele.
Andalusien ist der Winter-Hotspot schlechthin: tagsüber oft 15–20 °C, top Asphalt und ein Hinterland voller Traumstrecken. Die Pueblos-Blancos-Runde rund um Ronda/Grazalema liefert Serpentinen und Panorama ohne Verkehr. Küstenbasis wählen, ins kurvige Inland ausweichen. Fertig ist der perfekte Winterride.

Die Algarve ist ruhiger als Spanien, aber genau deshalb so gut im Winter. Milde Luft, wenig los, schöne Küstenstraßen und ein sanft kurviges Hinterland. Für mehr Kurven einfach Richtung Monchique-Gebirge abbiegen. Dort wartet fast menschenleeres Kurvenglück.
Auf Teneriffa, Gran Canaria und Co. ist praktisch ganzjährig Saison. Du fährst in kurzer Zeit von Palmenküste in Vulkanberge. Perfekter und schlaglochfreier Asphalt inklusive. Besonders Gran Canaria ist ein Kurvenfestival, während Teneriffa mit dem Teide wie ein kompletter Landschaftswechsel auf zwei Rädern wirkt.

Marokko bringt Wärme, Kultur und echte Weite. Im Rif warten kurvige Bergstraßen, im Atlas große Panoramarouten. Temperaturunterschiede sind Teil des Spiels: unten mild, oben frisch – dafür ist das Fahrerlebnis umso intensiver.
Sizilien ist im Winter angenehm leer und überraschend mild. Küstenrouten plus Abstecher in die Berge sorgen für Abwechslung. Und der Ätna bleibt je nach Schneelage ein richtig besonderer Stopp. Allerdings können die Straßen in Sizilien manchmal eine Herausforderung sein.
Winter bedeutet für uns Biker keine Pause, sondern nur ein Ortswechsel. Wer einmal im Januar durch leere, sonnige Bergstraßen fährt, fragt sich eher, warum man das nicht schon früher gemacht hat.